Was ich unglaublich gerne täte.

Die Semesterarbeit meiner Tochter hat mich an etwas erinnert, was ich eigentlich schon immer wollte:

Ich würde gerne Menschen, jung und alt, auf die Sprünge helfen.

Sie müht sich an einer an sich guten Idee ab, weiss zum Teil technisch und zum Teil ideell nicht weiter und plant zu wenig voraus. Als Aussenstehender habe ich die Distanz (bei little Dotterli eher weniger), aber eben auch die Erfahrung und die zuversichtlichen Worte, die es braucht, damit sie so etwas umsetzen kann.

Ich muss anmerken, dass ich keinerlei Ausbildung dafür habe, die mich auf dem Papier dazu befähigen würde. Aber als einigermassen praktischer und ziemlich kreativer Mensch mit ähnlich guten Verbindungen zu Menschen und den verschiedensten Synapsen würde ich mich wohl dazu eignen, andere zu coachen, ihnen Anregungen und – für sie – neue Perspektiven zu geben. Oder vielleicht einfach nur einen Blick auf ihr Projekt zu werfen und ihnen Feedback zu geben.

Wozu? Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder Projekte gesehen, bei denen meist nur eine Kleinigkeit fehlte, die möglicherweise aber eine grosse Wirkung gehabt oder die Wirkung des Vorhandenen verstärkt hätten. Oder etwas wurde suboptimal umgesetzt, weil die Kenntnis dazu fehlte. Oder nicht von Anfang an daran gedacht wurde und am Ende die Zeit knapp wurde. Ein einfaches Beispiel: Tänzerinnen an der ZHdK würden vielleicht gerne eine Choreo phantasievoll verfilmen. Ihnen fehlen aber Ausrüstung und Filmerfahrung. An derselben Schule würden Jungfilmer gerne einen kunstvollen Film zum Thema «Bewegung» drehen. Sie haben aber keine Tänzer … Wobei: Hier bräuchte es mich ja eigentlich nicht, kämen die Menschen unter Zeitdruck auf das naheliegendste. Oder würden sie sich trauen (was in diesem Alter nicht selbstverständlich ist).

So geht es aber nicht nur Jungen mit ihren Projekten. Auch alte Hasen laufen immer wieder in kleine Fallen, haben keine Distanz und sehen oft das Glück vor lauter Chancen nicht mehr. Ich traue mir, da «unbeteiligt», aber durchaus zu, auf dieses Glück hinzuweisen, die richtigen Fragen zu stellen oder ein paar Kontakte zu vermitteln.

Was auch immer: Ich würde mich liebend gerne mit fremden Projekten auseinandersetzen und Inputs liefern, die zum Gelingen beitragen. Und wenn mein Engagement mehr oder weniger entschädigt würde, wäre ich schon zufrieden. Guter Rat muss nicht teuer sein, Ratlosigkeit kann einen aber teuer zu stehen kommen.

Ihr wisst ja, wo ihr mich findet 🙂

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9 Gedanken zu „Was ich unglaublich gerne täte.“

  1. Genau solche Menschen bräuchte es in allen kreativen Bereichen. Und Kreativität kann überall den Lebensalktag freindlichen machen. Warum nicht in Schulen? Dort scheint es immer noch sehr langweilig zu sein. Es hat zwar Lehrpersonen, Bücher und Kinder, aber oft fehlt der Spass.

    1. Nun, ob es in Schulen heutzutage langweilig ist, vermag ich nicht zu sagen. Es entspricht aber meinen eigenen Schulerfahrungen. Gewisse Schülerinnen und Schüler geraten einfach in Vergessenheit. Sie sind meist nicht die Langweiler der Klasse. Aber sie bräuchten Unterstützung. Jemand, der sie aus dem Loch holt. Den Lehrpersonen irgendwelche Schuld zu geben, wäre aber billig und wohl auch falsch. Sie können sich ja unmöglich um alle gleichermassen kümmern. Aber ihnen fallen wohl sofort ein paar Schüler ein, die für solch eine Unterstützung in Frage kämen. Mal sehen.

      1. In Zürich und anderen Gemeinden haben Pro Senectute und das Schulamt die Institution Senioren in der Schule. Es geht um wöchentliche freiwillige Einsätze von max. 4 Stunden. Ich bin seit 13 Jahren dabei. Äusserst
        bereichernd!
        Herzlich Rose 🌹

    2. Klar….das liegt nicht an den Lehrpersonen und schon gar nicht an den Kinder. Diese bringen ihre Kreativität auf ihre ganz eigene Art ein. Nein….das liegt Hauptsächlich an unserer Bildungspolitik. Hmmmm……🤔….Ideen wären vorhanden.

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