Den Alltag zelebrieren.

Ich weiss nicht, wie es euch geht. Und eine Statistik habe ich auch keine gemacht. Aber ich habe den Eindruck, dass «Alltag» 90 bis 95 % meines Lebens ausmacht. Die paar Wochen Ferien? Geschenkt! Sie sind nichts im Vergleich zum Alltag, in dem ich kleinere und grössere Dinge zu erledigen habe: Arbeit, Haushalt, Steuererklärung, Rechnungen begleichen, Memos schreiben und so weiter. „Den Alltag zelebrieren.“ weiterlesen

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Wilde Zeiten.

Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Die Umstände: Zum einen testen mich die Ärzte routinemässig wieder um herauszufinden, ob mein Krebs zurückgekehrt ist oder nicht. Wie alle drei Monate. Dieses Mal dauert ‘s vom ersten bis zum letzten Test und dem anschliessenden, hoffentlich erlösenden Gespräch allerdings einen Monat – hängen im Schacht. Jedes Zwicken löst einen kleinen Alarm aus, gefolgt von einem innerlichen «Idiot! Es wird schon nichts sein!» „Wilde Zeiten.“ weiterlesen

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Feindbild weisser, alter Mann

In letzter Zeit wird häufig und in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen über den weissen, alten Mann bzw. ebenso weisse über 60-Jährige geschimpft. Soll ich mir jetzt wünschen, nie 60 zu werden? Das ginge noch, weiss und männlich bin ich ja seit Geburt. „Feindbild weisser, alter Mann“ weiterlesen

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Viel zu tun.

Seit meinem letzten Eintrag (22.04.2019) ist viel passiert. Die Monate waren prall gefüllt mit Arbeit. Mehr als ich verarbeiten konnte. Und mein neuer Chef hat – das darf ich wohl so sagen – bei mir gewisse Qualitäten entdeckt. Nach Jahren unter seinen Vorgängern, bei denen es mit meinen Beiträgen meist nur zwei Schritte vor- und dann wieder drei Schritte rückwärts ging, habe ich wieder Output und das Gefühl, etwas zum Ganzen beizutragen. „Viel zu tun.“ weiterlesen

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Die Welt schön lächeln.

Du kennst das wahrscheinlich auch: Auf dem Weg zur Arbeit begegne ich mehr oder weniger immer denselben Menschen. Ich gehe mit ihnen, oder sie kommen mir entgegen. Der Singh, der meist verlegen auf den Boden und dann kurz vor dem aneinander Vorbeigehen mir in die Augen schaut, der Typ, der eigentlich am Liebsten auch im Gehen in seinen Laptop hacken würde, die Frau, die mich von weitem mustert, im Auge behält, um dann zwei Meter vor dem Grüssen entweder gähnt oder auf den Boden starrt. „Die Welt schön lächeln.“ weiterlesen

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Hochkonjunktief.

Ach Gottchen – so es dich denn gibt – gib mir evidence based ein Zeichen, ein Proof deiner Existenz! Am besten, indem du das Funknetz mit einem Wink deines Zaunpfahls lahmlegst, auf dass die Schnorrer im Zug und andernorts erst verzweifeln, dann verstummen, ihre Projects verpuffen und sie auf ihre wahren Skills zurückgeworfen werden. „Hochkonjunktief.“ weiterlesen

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Ich sehe die Welt.

Eine Gestalt im Vorbeiflug.

Ich benutze die öV. Streckenunterbruch zwischen Rotkreuz und Luzern. Ich fahre also von Zürich über Aarau und Olten nach Luzern. Ich gewinne damit eine Dreiviertelstunde mehr Zeit, um über das Mögliche nachzudenken. Zum Beispiel über Beziehungen. Und: Ich sehe die Welt. Industriezonen mit Wellblechhallen, gestapelten Betonelementen, abgewrackten Kränen und Autos, sehe kultivierte Landstriche und die Schneeberge. Licht und Dunkel wechseln sich ab, und dann und wann reisst auch der Mobilfunk-Empfang ab. Eine von zehn Personen ist nicht mit ihrem Handy beschäftigt – eine Anomalie in meiner Matrix. „Ich sehe die Welt.“ weiterlesen

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Hallo Arbeitskraft, hallo Kaufkraft.

Mensch kann dem Fremden entweder mit Misstrauen oder mit Neugier begegnen. Mir gelingt letzteres weitaus häufiger. Es ist eine Entscheidung, die ich nicht bewusst treffe. Es passiert einfach. Vielleicht ist es auch eine Frage des Selbstbewusstseins. Ich weiss es nicht. „Hallo Arbeitskraft, hallo Kaufkraft.“ weiterlesen

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