Exdreamly busy.

Sitzungen hier, Treffen dort, dazwischen eine kleine Zwischenbesprechung, das Sandwich ist noch immer nur angebissen, sein Inhalt schon etwas welk. Dann ein paar Unterlagen, Statistiken und Resummées lesen und mit dem Zug gleich ans nächste Meeting. Ich fresse mich durch den Tag ohne satt zu werden. Unterwegs setze ich gedanklich Post-it-Kleber in die Landschaft: «Da solltest du mal hin, hier müsste ich demnächst mal ein wenig sitzen bleiben …», wie Buchzeichen für spannende Stellen oder Markierungen an schönen Orten, die ich beim Durchrasen einfach nicht geniessen kann. „Exdreamly busy.“ weiterlesen

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Trauer kann süchtig machen. Nach Lachern.

Ich rede zu viel. Ich weiss. Und ich neige – obwohl ich mittlerweile als Erwachsener durchgehe – dazu, mich wie ein Kind in eine Phantasiewelt zurückzuziehen, in der vieles noch möglich ist. Auch oder gerade dann, wenn mir die Schlagzeilen, die Gespräche mit anderen, etwas anderes weismachen wollen. Wenn ich höre, was alles nicht geht, was man einfach nicht machen kann, was als unrealistisch angesehen wird, wird ‘s mir zu eng. Ich kontere dann mit noch mehr Enthusiasmus und noch kindlicheren Ideen. „Trauer kann süchtig machen. Nach Lachern.“ weiterlesen

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Tage wie dieser.

Kennt ihr das auch? Fühlte mich heute früh, als wär’ ich in der Nacht über 15 Runden gegangen und am Morgen dann zu groggy und zu blöd um aufzustehen, schlimmer noch: so blöd, dass ich dann doch aufgestanden bin, es irgendwie ins Bad und bis ins Büro geschafft habe. Unterwegs feststellen, dass ich zu klein, zu hässlich, zu wenig zuversichtlich, in den falschen Klamotten mit der verkehrten Frisur und überhaupt …

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Sind Chilbi und Fasnacht etwa auch Kultur?

Wenn Chilbi und Fasnacht, Räbenlichter-Umzug  und andere Dorffeste auch Kultur sind, was haben Heerscharen von Studierten, die ein Dipl. Ing. in Kunst und Kulturvermittlung an der Wand hängen haben, sich dabei gedacht?! Da kann ja jeder kommen! „Sind Chilbi und Fasnacht etwa auch Kultur?“ weiterlesen

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Jetzt oder nie!

Seit geraumer Zeit sind verschiedene kulturpolitisch wichtige Geschäfte im Zürcher Kantonsrat und in anderen Räten in Arbeit. Und laufend kommen neue hinzu. Die Materie erscheint für Normalsterbliche im ersten Augenblick nicht nur trocken, es wird auch nicht sofort klar, wie wir als Konsumenten, als Publikum in unserem Kino, unserem Theater, unserem Gemeinschaftszentrum davon betroffen sein werden. Doch ein Blick darauf vermittelt ein Bild von der aktuellen politischen Haltung gegenüber der Kulturförderung und darüber hinaus. Diese kurze Zusammenstellung macht vor allem eines klar: Kulturschaffende und -vermittelnde können sich als Einzelkämpfer gegeneinander ausspielen lassen oder gemeinsam mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln und dem gebotenen Charme lobbyieren > „Jetzt oder nie!“ weiterlesen

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Ach … Kinder.

Als ich in den späten 70er-Jahren des letzten Jahrhunderts ins Arbeitsleben trat, war noch vieles aus dem Nichts möglich. Ich wusste beispielsweise noch 14 Tage vor Antritt meiner kaufmännischen Lehre nicht, welche Ausbildung ich machen sollte. Dann ging alles plötzlich sehr schnell. Auch durfte ich kurz nach meiner Lehre die Export-Abteilung einer Seidenfirma in Zürich leiten, einfach so. Man traute mir das zu. Ich traute mir das zu. Es passte. „Ach … Kinder.“ weiterlesen

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Ist der Regierungsrat visionslos glücklich? (Eine Posse)

Drei Kantonsräte und Innen haben im Zusammenhang mit der Projektierung der neuen Kantonsschule auf dem ehemaligen Areal der Chemie Uetikon ein sinnvolles, kurz und klar formuliertes Postulat (41/2018) eingereicht. Sinnvoll einerseits, weil Kultur und Bildung geistesverwandt sind und die Kultur genau wie die Bildung Räume braucht und andererseits, weil im aktuellen Projekt-Stadium auch noch alles wichtige berücksichtigt werden kann, statt nachbessern zu müssen oder sich eine Chance einfach entgehen zu lassen und hinterher hilflos faule Ausreden zu bringen. „Ist der Regierungsrat visionslos glücklich? (Eine Posse)“ weiterlesen

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Kulturöde Land – Kulturoase Stadt.

Es ist immer dasselbe: Freunde und Bekannte, die «in die Stadt gezogen» sind, taten dies nach eigenen Angaben vor allem aus einem Grund: Weil dort immer etwas läuft. Gemeint war damit nicht in erster Linie, dass die Restaurants und Bars länger geöffnet haben, sondern die Kinos, Konzertlokale, Theater, Museen und andere Orte, an denen man sich bei Veranstaltungen mit anderen Menschen treffen kann. „Kulturöde Land – Kulturoase Stadt.“ weiterlesen

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Kontrolle: Verzagmeinnicht.

Vorher.

Eine blühende Phantasie hat nicht nur Vorteile. Sätze wie «Bei Ihnen wächst alles so schnell (zusammen)» klingen nur in Bezug auf die Heilung der Narben wirklich positiv. Wenn ich mir aber ein kleines, aber reges Resttumörchen vorstelle, wird mir ungemütlich. Nun ja, Verzweiflung ist weder gut noch schlecht, sondern der herausfordernde Zustand, mit sich nicht einig zu sein, ohne die Aussicht auf einen Kompromiss. „Kontrolle: Verzagmeinnicht.“ weiterlesen

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