Absurd ist das neue Normal

erroristSyrien – Brexit – Trump – Hillaryleaks – «Säuberungen» in der Türkei – Terroranschläge – Amokläufe – wachsende Fremdenfeindlichkeit auf der einen, unergründlicher Nationalstolz auf der anderen Seite – und zu all diesen Themen immer öfter eine Diskussionskultur auf Social-Media, für die ich mich schämen müsste, wenn ich Übung in Fremdschämen hätte. „Absurd ist das neue Normal“ weiterlesen

RID’EAU – Deep Impact

Ich habe 1470 dieser Tropfenbilder, alle anders. Studiere an einer Ausstellung herum, an Formaten, an Orten & Worten. Es ist faszinierend, diesen winzigen Ausschnitt Regen auf Asphalt anzuschauen, die Kopien auszulegen. Bloss eines ist mir bis anhin nicht gelungen: die Auswahl auf eine vernünftige Anzahl (z. B. 9 oder 12) einzugrenzen. Es muss ja auch finanzierbar sein. Hm.

WAFFELNARREN

waffelnarr«Bewaffnete Schweizer auf den Strassen können den Terror zwar nicht verhindern, aber durch beherzten Einsatz der Waffe Menschenleben retten und so das Leid lindern.»

Der dies sagt, ist kein geringerer als Jean-Luc Addor, ein vom Schweizer Volch gewählter Nationalrat aus dem Wallis. Damit beschwört er gleich mehrere grausliche Bilder herauf. Der beherzte Einsatz der Waffe, wie soll ich mir so ein Herz vorstellen? Von Angst oder Wut oder Neid zerfressen, die eine Herzkammer umklammert vom Frust, nie richtig gelebt und viel zu viele Gelegenheiten ausgelassen zu haben, die andere erfüllt von der unbändigen Lust, endlich mal jemand ausserhalb des Bildschirms zur Strecke zu bringen? Was ist das für ein Mensch? „WAFFELNARREN“ weiterlesen

Nur ein Tropfen. Aber einzigartig.

Ich bin nur ein Tropfen. Kein armer. Aber eben nur einer. Und ich habe genau die Auswirkungen, die einem einzelnen Tropfen zustehen. Und es ist unerheblich, ob ich nun genau der bin, der das Fass zum Überlaufen bringt, oder ob ich zusammen mit vielen anderen dafür gesorgt habe, dass es überhaupt so weit kommt. Ich bin „Nur ein Tropfen. Aber einzigartig.“ weiterlesen

Filtern – ausblenden – ignorieren.

fakebookMeine Hoffnung, Facebook möge uns so etwas wie eine Gegenöffentlichkeit bieten, auf der wir uns berichten, was Zeitungen verschweigen und Regierungen vertuschen, wir uns aber auch erzählen können, was wir persönlich so machen und was uns bewegt, war naiv und hat sich zerschlagen.

Obwohl ich euch abonniert habe, erfahre ich kaum je etwas von euch. Facebook filtert euch aus. Und ich nehme an, dass dasselbe mit meinen Posts geschieht. „Filtern – ausblenden – ignorieren.“ weiterlesen

TOD SICHER

siecherheitDu willst Sicherheit? Dann stirb. Mit Ausnahme der Tatsache, dass dich das Leben am Ende umbringt, ist nichts im Leben wirklich sicher. Egal, wie hoch die Zäune oder Versicherungssummen, ganz gleich, ob jemand einen Schwur darauf abgelegt oder eine unbefristete Rostfrei-Garantie abgegeben hat. Ist doch irgendwie logisch, oder?

Warum aber widerspricht dann niemand diesen demokrakischen Potentaten oder Proppositionellen, die nach mehr Sicherheit (und den entsprechenden Kräften und Geldern) schreien, gleich nachdem erneut unvermeidliches geschehen ist? „TOD SICHER“ weiterlesen

Voller Absichten

Wie gerne wäre ich öfter mal ohne Absichten. Ohne Hintergedanken. Der zielorientierten, hochstrebenden, effizienten Umwelt die Schuld dafür zu geben, dass mir das nicht gelingt, gilt nicht. Die Verlockung, mit allen anderen nach etwas zu streben bzw. mich mit ihnen treiben zu lassen, ist zwar gross. Dennoch liegt es an mir. Ich könnte nein sagen. Oder auch gar nichts.

Das wäre oftmals besser, als einer Strategie zu folgen oder über einem Konzept zu brüten. Konzepte. Das meiste, was ich unter diesem Titel zu lesen bekam, war nicht mal das Papier wert, auf dem es stand. „Voller Absichten“ weiterlesen

Arbeiten fürs Kellertheater Winterthur

Immer aktuelle Themen im KTW
Immer aktuelle Themen im KTW

Seit fünf Jahren darf ich die Publikationen des Kellertheaters Winterthur gestalten.

Die Zusammenarbeit mit Doris Strütt und Udo van Ooyen, der Direktion und künstlerischen Leitung des KTW, ist äusserst fruchtbar: Nachdem sie die Spielzeit programmiert haben, setzen wir uns jeweils zusammen um über die bildliche Umsetzung fürs Programmheft, die Grossplakate, Postkarten und LEDs zu brüten. Die anschliessende Realisation zwingt uns immer wieder dazu, die Grenzen des Budgets mit Improvisationen zu überwinden. Und da wir uns keinen Fotografen, kein Studio und anderes leisten können, mache ich eben auch die Bilder selber, meist mit lustvoller Mitwirkung und Hilfe von Udo und Doris. „Arbeiten fürs Kellertheater Winterthur“ weiterlesen

FRONTEARS: Collab mit Grischa Schmitz

frontears_packedDas Wort spukt mir schon länger durch den Kopf. Und jedes Mal, wenn ich wieder Bilder dieser kenternden Boote, der Camps im Regen und Morast oder mitten in der Wüste, den endlos scheinenden Menschenkolonnen und die ebenso langen Stacheldrahtzäune in den Medien sehe, leuchtet FRONTEARS rot auf.

Ich habe in keinem Camp geholfen. Bin nur durch Bilder in den Medien betroffen. Genug.

Die einzigen Asylsuchenden und Flüchtlinge, denen ich begegne, sind jene, die es bis hierher geschafft haben, jene, die in der Autonomen Schule Zürich deutsch und anderes lernen. Der einzige andere Bezug, den ich sonst zu den Themen Flüchtlinge und Grenzen habe, sind Geschichtsfetzen meiner eigenen Familie, die irgend etwas damit zu tun haben, dass sie während des 3. Reiches „FRONTEARS: Collab mit Grischa Schmitz“ weiterlesen