Backflash: Er so und ich so.

Bei einem Interview, das im TV lief, habe ich jemanden wiederentdeckt, mit dem ich in meiner Jugend fast täglich Fussball gespielt habe. Wir waren die Kleinsten. Und wir waren – so weit habe ich meine Erinnerungen noch nicht romantisiert – meist auch die Besten. Er ein Genie am Ball, nur verraten durch die vorankündigende Bewegung seiner langen, schnurgeraden Haare. Ich ein Bewegungs… nun, «Talent» will ich nicht sagen … vielleicht trifft es «Bewegungsmaniac» besser. „Backflash: Er so und ich so.“ weiterlesen

Wollen wirklich alle geliebt werden?

Wenn wir doch alle nur geliebt werden wollten, warum benehmen sich dann so viele immer wieder wie Ärsche, die man nicht mal treten mag? Warum machen wir uns gegenseitig und damit uns selbst dann das Leben oft so schwer? Diese Leute kennst du sicherlich auch: Menschen, die sich voller Stolz Pragmatiker nennen. Ich bezeichne sie als «irrtümlicherweise desillusioniert». „Wollen wirklich alle geliebt werden?“ weiterlesen

Keine besonderen Vorkommnisse.

Danke, es geht mir gut.

Viel zu tun. Abends vielleicht etwas früher müde als früher. Doch früher oder später – ob gesund oder nicht – muss es sowieso so kommen. Ich werde älter. Und geniesse die Therapie-freie Zeit. Und ich nutze sie. Tagsüber im Dienst des gemeinnützigen Wohnbaus, abends und des öfteren auch an Wochenenden für die Lobbyarbeit im Bereich der Kultur. „Keine besonderen Vorkommnisse.“ weiterlesen

Präventiv-Schläge.

Ich mag Schläge nicht. Nicht einstecken, nicht austeilen und also schon gar nicht mir selber versetzen. Dennoch bin ich in der absurden Situation, mich alle paar Monate in Dreier-Zyklen einer Imun-Therapie zu unterziehen, die mich a) einen Tag aufs stille Örtchen verbannt und b) einen weiteren Tag ans Bett fesselt. Erst Phantom-Pinkel-Orgie, dann Fieberschübe und Schüttelfrost. Freiwillig. Präventiv. Bin ich irre? „Präventiv-Schläge.“ weiterlesen

Zwischennutzung: Neues Kunst&Kultur-Zentrum Bezirk Meilen

Behörden-Vertretende der Goldküstengemeinden, vom Bezirk und dem Kanton treffen sich mit Spitzen des RAV, der autonomen Schule Zürich und den Asylverantwortlichen sowie Kulturschaffenden des Bezirkes Meilen, um ein ehrgeiziges Projekt auf die Beine zu stellen:

Die kulturelle und soziale Zwischennutzung des Chemie-Areals in Uetikon.

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Sprechstunde.

Universitätsspital Zürich, Nordtrakt 1 B, ein paar Stühle den kahlen Wänden entlang, schön gegenüber, damit man sich aus den Augen gehen muss. Ein alter Mann geht nervös auf und ab, vielmehr schlurft er. Schräg gegenüber sitzt eine kaum Dreissigjährige, die sonst zum Personal gehört, heute zwar Dienst hat, nun aber gerade selbst Patientin ist und betont locker in ihr Mobile starrt. Keiner spricht. Darum heisst es «Sprechstunde». „Sprechstunde.“ weiterlesen

Der Kultur eine Stimme geben.

Am 22. Januar 2018 wurde im Theater Neumarkt in Zürich die Pro Kultur Kanton Zürich gegründet. Schon bei der Gründungsversammlung traten mehr als 100 Personen, Vertretende von grossen und kleinen Institutionen, Veranstaltende und Kulturschaffende aus dem ganzen Kanton zusammen um künftig gemeinsam Kulturpolitik zu betreiben. Zur Zeit treten täglich weitere Institutionen, Ensembles und Einzelpersonen dem Verein bei. „Der Kultur eine Stimme geben.“ weiterlesen

Logbuch-Eintrag

Logbuch-Eintrag Nr. 17, Sonntag, 21. Januar 2018 um 14.07: Unter «Tätigkeit» trage ich mein Staubsaugen ein, unter «Symptome» keine.

Logbuch-Eintrag Nr. 18, Sonntag, 21. Januar 2018 um 14.58: Liebes EKG, bitte verzeih’, falls ich dir dann und wann einen Schrecken eingejagt haben sollte. Aber manchmal vergesse ich einfach zu atmen. „Logbuch-Eintrag“ weiterlesen

Ich will einfach nur sein.

Der Wecker läutet. Ich stehe einfach nur auf, gehe einfach nur unter die Dusche und mache mich einfach nur bereit für den Tag. Kein Gedanke, etwas davon könnte mühsam sein oder etwas Unangenehmes bringen. Einfach nur meine Tabletten einwerfen, Tee trinken, zum Bus laufen. Einsteigen. Einfach mit den anderen in die Stadt fahren. „Ich will einfach nur sein.“ weiterlesen

Ouh, what a mess!

Viele gefährliche Männer regieren Länder in aller Welt, das nationale Fernsehen und Radio soll abgeschaltet werden, oberste Vereinsorgane vergessen ob ihren persönlichen Ambitionen ihren Vereinszweck und an meiner letzten Niere werden Infarkte gefunden, die die Fortführung meiner Krebs-Therapie in Frage stellen … was davon ist wichtig? Worauf soll ich mich konzentrieren? „Ouh, what a mess!“ weiterlesen