Kulturöde Land – Kulturoase Stadt.

Es ist immer dasselbe: Freunde und Bekannte, die «in die Stadt gezogen» sind, taten dies nach eigenen Angaben vor allem aus einem Grund: Weil dort immer etwas läuft. Gemeint war damit nicht in erster Linie, dass die Restaurants und Bars länger geöffnet haben, sondern die Kinos, Konzertlokale, Theater, Museen und andere Orte, an denen man sich bei Veranstaltungen mit anderen Menschen treffen kann. „Kulturöde Land – Kulturoase Stadt.“ weiterlesen

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Blutgeld?

Stellen Sie sich vor, Sie machten Tag für Tag einen guten Job und bekämen sogar Lob von allen Seiten. Auch würde Ihnen dann und wann vollmundig versichert, dass es Sie brauche. Und am Ende des Monats, dann, wenn die anderen ihren Lohn auf dem Konto haben, entschiede das Los, ob Sie für Ihre harte Arbeit entschädigt werden. Das klingt doch absurd.
Es beschreibt aber ziemlich genau die Situation, in der sich die Kulturförderung befindet. „Blutgeld?“ weiterlesen

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Wie doch die Zeit vergeht.

Ich muss mir eingestehen, dass ich wohl nie ein guter, weil disziplinierter Tagebuch-Schreiber geworden wäre, hätte ich es denn darauf abgesehen. Seit dem letzten Eintrag ist es mehr als ein Monat her. Aber ich habe gute Gründe, warum ich so lange nichts geschrieben habe.
Zunächst einmal geschehen ganz viele und ganz grossartige Dinge, zu denen ich solange schweigen muss, bis sie eben spruchreif sind. Zum Beispiel im Bereich Kultur. Mir bleibt nichts anderes übrig, als mich vorerst im Stillen spitzbübisch darüber und darauf zu freuen. „Wie doch die Zeit vergeht.“ weiterlesen

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Kultur, die Summe unseres Seins

Das klingt vermessener, als es ist. Als käme jetzt eine verklärte Hymne auf Opernhäuser und andere Inszenierungen. Aber nein. Ich sehe das ganz grundsätzlich, ganz pragmatisch: Es gehört zu unserer Kultur, dass viele von uns am Sonntagmorgen zur Kirche gehen und am Nachmittag in den Schützenverein. „Kultur, die Summe unseres Seins“ weiterlesen

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Kultur: Rosa Elefanten tanzen zu Hudigäggeler Hip-Hop.

Ich schicke voraus: Zum einen habe ich nichts studiert und kenne also die langatmigen Vorspiele von Masterarbeiten nicht. Zum anderen bin ich noch relativ neu in der Politik und weiss deshalb nicht, dass man auch die Vorspiele in Positionspapieren nicht lesen sollte, weil sie nämlich nur eines tun: abturnen. „Kultur: Rosa Elefanten tanzen zu Hudigäggeler Hip-Hop.“ weiterlesen

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Gegen «Kultur» ist kein Kraut gewachsen.

Ich bin kein Freund von Duden. Aber wenn er mir recht zu geben scheint, finde ich ihn schlicht grossartig. Schlage ich beispielsweise im Bedeutungswörterbuch «Kultur» nach, erhalte ich gemäss Duden folgendes Resultat:

BEDEUTUNGSÜBERSICHT

    1. Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung
    2. Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen
    1. Verfeinerung, Kultiviertheit einer menschlichen Betätigung, Äußerung, Hervorbringung
    2. Kultiviertheit einer Person
    1. (Landwirtschaft, Gartenbau) das Kultivieren des Bodens
    2. (Landwirtschaft, Gartenbau) das Kultivieren
  1. (Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft) auf größeren Flächen kultivierte junge Pflanzen
  2. (Biologie, Medizin) auf geeigneten Nährböden in besonderen Gefäßen gezüchtete Gesamtheit von Mikroorganismen oder Gewebszellen

„Gegen «Kultur» ist kein Kraut gewachsen.“ weiterlesen

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Von Kunst, Luxus und politischen Verrenkungen

lateinisch luxus, zu: luxus = verrenkt, ausgerenkt und eigentlich = Verrenkung (im Sinne von »Abweichung vom Normalen«)

lateinisch lux (Genitiv: lucis) = Licht

Wie so oft wirft der Duden mehr Fragen auf, als er beantwortet: Ist Luxus nun eine Verrenkung oder etwas für Pflanzen, Menschen und andere Tiere Unverzichtbares? Verstehe die Lateiner, wer will. Ich halte mich an die zweite Bedeutung. Vor allem, weil sie meiner Argumentation punkto Kultur so wunderbar Boden gibt. „Von Kunst, Luxus und politischen Verrenkungen“ weiterlesen

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Offener Brief zum NZZaS-Artikel «Behäbige Intellektuelle»

schnurrnalismusSehr geehrter Herr Jungen,

ein Artikel allein macht mich noch nicht stutzig. Aber zwei innerhalb weniger Tage, die in dassselbe Horn stossen, schon. Wie Roman Bucheli («Unpolitische Kunst») attestieren auch Sie in Ihrem Kommentar «Behäbige Intellektuelle» der Schweizer Kulturszene Scheu vor der kritischen Auseinandersetzung mit aktuellen Themen.

 Ich habe das Gefäss «Kommentar» als solches durchaus verstanden. «Recherche» wäre mir dennoch lieber gewesen. Haben Sie beispielsweise bei den für Kulturförderung zuständigen Ämtern nachgefragt, wieviele zeitkritische Projekte zwecks Förderung eingereicht wurden? „Offener Brief zum NZZaS-Artikel «Behäbige Intellektuelle»“ weiterlesen

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Politik ist auch nur Kultur.

Collab Dimitri Aich / SWA
COLLAB Dimitri Aich / SWA

Ob wir ins Naturhistorische Museum gehen oder ein experimentelles Theaterstück ansehen, Überwachungskameras und Monitore installieren, Leute anstellen, die diese überwachen und noch mehr Leute anstellen, die nach dem Rechten sehen oder uns stattdessen achten, wenn wir uns begegnen und Zivilcourage zeigen, ohne dass uns jemand dafür bezahlt, ob wir respektvoll miteinander diskutieren und Differenzen ausräumen oder ob wir uns gleich die Köpfe einschlagen, all das ist Ausdruck unserer Kultur. „Politik ist auch nur Kultur.“ weiterlesen

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Kultur?

Ob wir ins Naturhistorische Museum gehen oder ein experimentelles Theaterstück ansehen, Überwachungskameras und Monitore installieren, Leute anstellen, die diese überwachen und noch mehr Leute anstellen, die nach dem Rechten sehen oder uns stattdessen achten, wenn wir uns begegnen und Zivilcourage zeigen, ohne dass uns jemand dafür bezahlt, ob wir respektvoll miteinander diskutieren und Differenzen ausräumen oder ob wir uns gleich die Köpfe einschlagen, all das ist Ausdruck unserer Kultur. „Kultur?“ weiterlesen

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