Der letzte Eindruck.

«Scheisse, Scheisse, Scheisse!», immer dreimal hintereinander, das ist nicht das einzige, aber das letzte Bild von meinem Vater (als er noch sprach), das sich in meine Erinnerungen einbrannte. Und ich war den Tränen nah, weil ich sah, dass er nicht mehr selber schaffte, was er wollte, dass er nicht mehr Herr seiner Lage war.

Was wird das letzte Bild von mir sein, das sich meiner Tochter ins Gedächtnis brennt? „Der letzte Eindruck.“ weiterlesen

Was vermisse ich denn?

Sie werden mehr. Mit «Sie» meine ich die Menschen, die gegen die Corona-Massnahmen demonstrieren. Und mit diesem «Sie» grenze ich mich auch gleich ganz klar ab. Ich zähle mich nicht zu ihnen. Obgleich ich auch unter den Massnahmen leide. Wobei «leiden» schon viel zu drastisch ausgedrückt ist. Klagen auf hohem Niveau. First world problems! Weil ich mir auch in dieser Situation leisten kann, wovon andere auch in nicht besonderen Lagen nur träumen können. So komme ich eben von einem Hotel-Wochenende im Rigiblick zurück. Einmal nicht einkaufen und kochen müssen, dafür einmal bedient und kulinarisch überrascht werden und nicht über solche Dinge nachdenken müssen. Stattdessen darüber nachdenken, was ich denn wirklich vermisse. „Was vermisse ich denn?“ weiterlesen

Neue grafische Arbeiten

Seit der Auflösung unserer Agentur Individivici arbeite ich nur noch gelegentlich als freier Texter und Grafiker, vor allem, weil es mir grossen Spass macht und ich so auch Unternehmen und Initiativen zu einem Auftritt verhelfen kann, die Kommunikationsmassnahmen nicht aus der Portokasse bezahlen können.

 

Seit mittlerweile 10 Jahren betreue ich den grafischen Auftritt des Kellertheaters Winterthur. Ein kleiner Rückblick auf diese Arbeit ist hier zu finden >

 

 

Als die von mir mitbegründete Kultur-Lobby Pro Kultur Kanton Zürich vor etwas mehr als drei Jahren startete, erarbeitete ich zusammen mit dem Geschäftsführer Logo, Website, Briefschaften und den Social Media Auftritt.
All das hat immer noch Bestand >

Grafik für die Pro Kultur Kanton Zürich

Als der Verein Pro Kultur Kanton Zürich 2018 gegründet wurde, musste alles erst erarbeitet werden: Statuten, Ziele und Mittel, Mitgliederstamm und letztlich auch ein Auftritt. Alles so, wie es die Kultur immer wieder schafft: aus dem Nichts.

So musste ein Logo her. Und eine Website, die möglichst flexibel möglichst viele Informationen bereitstellen sollte. Und, weil es sich hier um eine Lobby-Organisation handelt, deren Vorstände und der Geschäftsführer viele direkte Kontakte in Politik und Verwaltung haben werden, auch Visitenkarten.

„Grafik für die Pro Kultur Kanton Zürich“ weiterlesen

Grafik fürs Kellertheater Winterthur

Mittlerweile gestalte ich den Auftritt des Kellertheaters Winterthur in der 10. Saison. Über die Jahre (hier ältere Beispiele) gab es da und dort Feinjustierungen, optisch, aber auch die Kommunikationskanäle betreffend: Zu Programmheft, Grossplakaten und Postkarten sind auch LEDs im Einkaufszentrum, Kinodias und Kleininserate hinzugekommen. Das, was man sich als kleines Theater eben so leisten kann. Gerade noch.

Entsprechend viel musste bei den Lockdowns storniert werden. Schade drum. Und besonders schade fürs Kellertheater, für die grossartigen Stücke, die nun nicht gespielt werden können. „Grafik fürs Kellertheater Winterthur“ weiterlesen

Immun? Und solidarisch?

Ich weiss nicht, wie es euch geht. Ich hoffe, gut. Ich weiss nicht, wie es euch geht. Aber ich habe viele Fragen. Ungeordnet. Vor allem im Zusammenhang mit Covid-19 und der Möglichkeit, sich dagegen zu immunisieren. Dabei bin ich weder Impf-Gegner noch -Befürworter. Darum geht es nicht. Aber es könnte sehr bald darum gehen, dass unsere Gesellschaft vor einer weiteren Zerreissprobe steht. „Immun? Und solidarisch?“ weiterlesen

#systemrelevant

Corona hat eine ganz hässliche Seite unserer Gesellschaft ans Tageslicht gebracht. Und ich spreche nicht von den dünnhäutigen Menschen, die allmählich an ihre Grenzen kommen, zeigen, wie es um ihr Nervenkostüm in Wirklichkeit bestellt ist. Und auch nicht von den Leugnern, die wie Spaltpilze zwischen all den anderen Betroffenen aus dem Boden schiessen. Ich spreche von den Menschen, die das Wort #systemrelevant in den Mund nehmen. „#systemrelevant“ weiterlesen

Mentales Photoshopping.

Es ist kompliziert. Von allen Beziehungen ist jene zu mir selbst wohl die komplizierteste. Ich muss gar nicht sonderlich genau hinsehen um zu erkennen, wie komplex diese Geschichte ist. Ich kann meine kleine Geschichte im Schnellvorlauf oder Rückwärtsgang abspulen und an einer beliebigen Stelle anhalten. „Mentales Photoshopping.“ weiterlesen

Assoziationen 2.0

Fait.rien ist schwerer als gedacht. Kalter Entzug von der Arbeit. Am ersten Tag – der Regen lieferte eine gute Ausrede – die Buchhaltung 2019 erledigt. Am zweiten endlich den Heizungsmonteur organisiert. Am dritten noch ein paar Druckvorlagen fürs Kellertheater erstellt. Dann: das Nichts. Schönstes Wetter. Keine Ausrede, kein Vorwand, nicht nichts zu tun. „Assoziationen 2.0“ weiterlesen

Assoziationen 1.0

Endlich Ferien. Zwei Wochen, in denen das assoziierende Chaos auch offiziell vonstatten gehen darf. Sich Gedanke an Gedanke reiht ohne zwingende Ordnung. Die Fetzen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft mehr oder weniger um meine Aufmerksamkeit buhlen. Wenn es nicht gerade ein Trinkhalm ist, der in einem Negroni steckt, der mich an meine letzte Buchtaufe erinnert, bei der ich meinen ersten Negroni gekostet habe. „Assoziationen 1.0“ weiterlesen