Ouh, what a mess!

Viele gefährliche Männer regieren Länder in aller Welt, das nationale Fernsehen und Radio soll abgeschaltet werden, oberste Vereinsorgane vergessen ob ihren persönlichen Ambitionen ihren Vereinszweck und an meiner letzten Niere werden Infarkte gefunden, die die Fortführung meiner Krebs-Therapie in Frage stellen … was davon ist wichtig? Worauf soll ich mich konzentrieren?

Beelendend ist irgendwie alles.

Die beiden mächtigsten Männer der Welt sind denkbar schlechte Vorbilder für unsere eigenen Ethik/Moral-Vorstellungen und unser Benehmen. Doch was hat das mit mir zu tun? Eine ganze Menge:

Warum soll ich mich bilden? Um mich dann doch von einem Idioten regieren zu lassen?

Ausserdem drücken sie – zusammen mit anderen, schlecht frisierten Oberhäuptern – ganz grauenhaft auf die Stimmung. Jeder will den grössten Knopf haben. Und nun übertrumpelt noch einer die kleine Schweiz und ihre huge mountains!
Und dann die Diskussion um vor ein paar Jahren ganz ungeschickt eingeführte Rundfunk-Gebühren, für die wir fast alle viel bekommen: Vielfalt, Informationen, Ablenkung, Ein- und Ausblicke. Die Diskussion um #NOBILLAG macht auch deutlich, wie man vorgehen muss, wenn etwas Missliebiges #toobigtofail ist: man muss es erst kleinkriegen. Erst dann kann man es kaputt machen. Selbst wenn die Vorlage abgelehnt wird, wird sich SRF klein und kleiner machen müssen.

Die Abstimmungsstimmung zeigt aber auch, welche kleingeistigen, kurzsichtigen Giftzwerge die Schweiz in den letzten Jahren hervorgebracht hat.

Auf social media tummeln sich Nerds und Kröten, lassen jeglichen Anstand vermissen, klingen überheblich allwissend oder schweizerischer als Willhelm Tell, sind – weil das Leben es nicht gut mit ihnen gemeint hat – rachelüstern oder so marktgläubig, dass Hugo Stamm ihnen einen Sektenblog widmen müsste, und sie alle fallen über jeden her, der SRF behalten möchte.

Über Vereine möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter auslassen. Nur soviel: Macht der Vereinszweck, also das Was Sinn, wird man sich über das Wie schnell einig. Ist das nicht der Fall, muss man sich fragen, ob man wirklich dasselbe Ziel hat.

Doch nun zu meinem Organ: Meine verbleibende Niere ist infarktig. Die Ärzte sind sich nicht einig, ob dies auf Grund eines Herzfehlers oder wegen einer Infektion passiert ist. Der Herzfehler scheint ihnen lieber zu sein, weil sie mir dann einfach Blutverdünner geben und mit der Imun-Therapie weiterfahren könnten. Im anderen Fall müssten sie diese Therapie stoppen, nämlich dann, wenn sie die Ursache für die Infektion bzw. die Infarkte wäre. Das wiederum würde meine «Überlebenschancen» doch ziemlich verschlechtern … sagen sie.

Nun werde ich abermals durchleuchtet, schwach radioaktiviert, abgehorcht um zu prüfen, ob es von Herzen kommt.

Und ob nicht auch noch die Lunge Schaden genommen hat. Ich habe den Eindruck, dass man bald auch ein Implantant von Ausserirdischen in meinem grossen Zeh findet, wenn man nur lange genug danach sucht. Some guys have all the luck.

Also: Was ist wirklich wichtig? Fröhliche Gesichter, sanfte Worte, witzige Klänge, grosse Gesten, einfühlsame Blicke und ergreifende Bilder. Ein «Ach» auf euch!

Share

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.