Lass‘ mich dein Held sein.

Ich habe Songs von Ikonen nie als Heiligtümer betrachtet. Sondern als Inspiration. Mir etwas von David Bowie vorzunehmen, brauchte dann aber doch einige Überwindung. Und da es sowieso nicht in Frage kam, einfach etwas nachzusingen, habe ich es stark bearbeitet. Deutsch und deutlich. Und mit einem etwas anderen Dreh. Ausserdem wollte ich etwas halbwegs Elegantes machen. Nun, das ist schon ein paar Jahre her.

Nun, ob mir das gelungen ist, liegt im Ohr des Betrachters 😉

WAS SOLL KUNST?

Ich gebe zu: Ich habe seit jeher Mühe mit «einfach nur schöner» Kunst. Die tapetengleiche Ästhetik für Zuhause, die einen freundlicherweise nicht auch noch in den eigenen vier Wänden mit all den Alltagsmühen und Unstimmigkeiten konfrontiert (mal abgesehen davon, dass sie höllisch viel Geld gekostet hat), sondern einfach dekorativ und berieselnd nett anzusehen oder anzuhören ist, war nie mein Ding. Und jetzt, „WAS SOLL KUNST?“ weiterlesen

Gegen «Kultur» ist kein Kraut gewachsen.

Ich bin kein Freund von Duden. Aber wenn er mir recht zu geben scheint, finde ich ihn schlicht grossartig. Schlage ich beispielsweise im Bedeutungswörterbuch «Kultur» nach, erhalte ich gemäss Duden folgendes Resultat:

BEDEUTUNGSÜBERSICHT

    1. Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung
    2. Gesamtheit der von einer bestimmten Gemeinschaft auf einem bestimmten Gebiet während einer bestimmten Epoche geschaffenen, charakteristischen geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen
    1. Verfeinerung, Kultiviertheit einer menschlichen Betätigung, Äußerung, Hervorbringung
    2. Kultiviertheit einer Person
    1. (Landwirtschaft, Gartenbau) das Kultivieren des Bodens
    2. (Landwirtschaft, Gartenbau) das Kultivieren
  1. (Landwirtschaft, Gartenbau, Forstwirtschaft) auf größeren Flächen kultivierte junge Pflanzen
  2. (Biologie, Medizin) auf geeigneten Nährböden in besonderen Gefäßen gezüchtete Gesamtheit von Mikroorganismen oder Gewebszellen

„Gegen «Kultur» ist kein Kraut gewachsen.“ weiterlesen

Therapieraum gesucht – dringend.

Meine Frau, Marion Aich, ist als Ergotherapeutin auf die Handrehabilitation spezialisiert. Sie sucht für ihre gutgehende Praxis «ergohand» per Ende Juni bzw. Juli 2017 einen neuen Therapieraum in Zürich. 15 bis 20 Quadratmeter wären wünschenswert, mit WC und Kaffeeküche zur Mitbenutzung.
Alles weitere ist wohl reine Verhandlungssache 😉

Die Anfrage ist dringend, da sie ihre zahlreichen Patientinnen und Patienten nahtlos weiterbehandeln will.

Angebote und Hinweise bitte an mich (Mail >) oder direkt an meine Frau (Mail >). Wer sich ihre Arbeit etwas näher ansehen möchte, kann sich auf ihrer etwas in die Jahre gekommenen Homepage informieren > www.ergohand.ch

Zum Welttag der Poesie

| Habich heute beim Ausmisten gefunden. Von 1981. |

Ich schaue
in deine Augen
nicht zu tief,
aber immerhin
soweit
ich sehen kann,
sehe ich sowieso nur
ein Spiegelbild von dem,
was ich sehen will.

Ich glaube,
ziemlich hingerissen
zu sein,
von deinem Lächeln,
aber auch von deinen Gefühlen,
die mich,
soweit ich das beurteilen kann,
aufwühlen, nicht zu sehr,
doch so stark,
dass ich es in jedes Klo
kritzeln möchte.

Ach.

Vom lachenden und vom weinenden Auge.

Ich leide nicht Hunger in der Dritten Welt, werde nicht zwangsweise auf unbestimmte Zeit ins Militär eingezogen, habe keine traumatische Flucht übers Mittelmeer hinter mir, kurz: ich jammere wohl auf hohem Niveau, wenn ich nach drei kurz aufeinander folgenden Vollnarkosen den hoffentlich nur temporären Verlust meines Namensgedächtnisses beklage. Oder das Verschwinden der Selbstverständlichkeit des Lebens. Oder den Abschied von einem Körper, der ohne Ende Treppen steigen konnte. „Vom lachenden und vom weinenden Auge.“ weiterlesen

Ganz populistisch.

Ich schicke voraus: Die aktuelle Spannweite der SP von links bis rechts von links ist völlig ok, inkl. der Kompromisshaltungen, die Exekutiv-Ehren mit sich bringen und Opfer, die im Sinne der Konkordanz erbracht werden müssen. Nicht ok sind Alleingänge die unter dem Titel «Die Mehrheit steht hinter mir, auch wenn sie von einer anderen Partei kommt!» durchgezogen werden. Es gibt andere Möglichkeiten, eine Partei mehrheizfähig zu machen. Zur Zeit wird auf der linken Seite nur eine in Betracht gezogen. Bezüglich Asylpolitik ist das jene, „Ganz populistisch.“ weiterlesen

Leben 2.0 – erster Tag :-)

Im Morgenblauen, an meinem 54. Geburtstag, dämmert mir so manches. Zur Hauptsache eines: Heute beginnt Leben 2.0. Mit allem drum und dran. Mit nur einer Niere zwar, aber was für einer – nierly new! Es wird vielleicht nicht jeder Tag ein Feuerwerk. Aber Feuerwerk gibt ’s ganz bestimmt. Verrückt, nach einem Hammer Jahr, drei bangen Monaten, vier Stunden Operation und neuen Tagen Spitalaufenthalt spaziere ich heute mit Sevencut statt Sixpack heim, zu Familie und Freunden. „Leben 2.0 – erster Tag :-)“ weiterlesen

Reformorientiert oder Wischi-Waschi?

Meine Reaktion auf die ersten paar Zeilen des zur Diskussion gestellten Papiers der «reformorientierten» SP-Exponenten war ganz ähnlich wie jene von Daniel Foppa (oder Fauxpas?), seines Zeichens Zuspitzer, Hochjubler und Thronstürzer beim Tages-Anzeiger.

Er findet, dass das Papier die heissen Themen «Asyl» und «Sicherheit» (Beachte: die Presse nennt diese manchenorts in einem Atemzug) ausklammere und da, wo es Stellung beziehe, bleibe es dünn und vage. Immer dieselben Denkfehler! „Reformorientiert oder Wischi-Waschi?“ weiterlesen