Ausstellung an der Herrliberger Kunstwoche 2019

Nach zwei Jahren öffentlicher Enthaltsamkeit mache ich wieder bei einer *Gruppenausstellung mit. Und da die Einladungskarten für die #herrlibergerkunstwoche 2019 noch immer nicht vorliegen, lanciere ich hier schon mal ein safe the date.

Vernissage: So, 17.11.19 von 12–15 Uhr
Die Ausstellung ist ausserdem am Do, 21.11.19 von 17:30–19:30 Uhr
am Fr, 22.11.19 von 17:30–19:30 Uhr und am Sa, 23.11.19 von 12–15 Uhr geöffnet. Finissage ist am So, 24.11.19 von 12–15 Uhr.

Und dann ist der Spuk auch schon wieder vorbei.

*Mit mir ausstellen werden Rolf Hürlimann (Bilder), Alyson Joy Pestalozzi (Bilder), Omar Willimann (Kerzen) und noch jemand, der zur Zeit aber noch nicht bestimmt ist.

Ich freue mich (und die anderen sicher auch), wenn ihr an einem dieser Tage den Weg aufs Land findet. Die Ausstellung findet statt in der

Galerie Vogtei
Pfarrgasse 41,
8704 Herrliberg

Und lasst euch vom Text auf der Homepage nicht beirren. Ja, die Galerie hat ihren ordentlichen Betrieb 2018 geschlossen. Die Gemeinde hat 2019 einen unbeholfenen Versuch unternommen, eine neue – selbsttragende – Trägerschaft zu finden. Wir wissen noch nichts weiter…

Den Alltag zelebrieren.

Ich weiss nicht, wie es euch geht. Und eine Statistik habe ich auch keine gemacht. Aber ich habe den Eindruck, dass «Alltag» 90 bis 95 % meines Lebens ausmacht. Die paar Wochen Ferien? Geschenkt! Sie sind nichts im Vergleich zum Alltag, in dem ich kleinere und grössere Dinge zu erledigen habe: Arbeit, Haushalt, Steuererklärung, Rechnungen begleichen, Memos schreiben und so weiter. „Den Alltag zelebrieren.“ weiterlesen

Wilde Zeiten.

Es geht mir den Umständen entsprechend gut. Die Umstände: Zum einen testen mich die Ärzte routinemässig wieder um herauszufinden, ob mein Krebs zurückgekehrt ist oder nicht. Wie alle drei Monate. Dieses Mal dauert ‘s vom ersten bis zum letzten Test und dem anschliessenden, hoffentlich erlösenden Gespräch allerdings einen Monat – hängen im Schacht. Jedes Zwicken löst einen kleinen Alarm aus, gefolgt von einem innerlichen «Idiot! Es wird schon nichts sein!» „Wilde Zeiten.“ weiterlesen

Feindbild weisser, alter Mann

In letzter Zeit wird häufig und in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen über den weissen, alten Mann bzw. ebenso weisse über 60-Jährige geschimpft. Soll ich mir jetzt wünschen, nie 60 zu werden? Das ginge noch, weiss und männlich bin ich ja seit Geburt. „Feindbild weisser, alter Mann“ weiterlesen

Viel zu tun.

Seit meinem letzten Eintrag (22.04.2019) ist viel passiert. Die Monate waren prall gefüllt mit Arbeit. Mehr als ich verarbeiten konnte. Und mein neuer Chef hat – das darf ich wohl so sagen – bei mir gewisse Qualitäten entdeckt. Nach Jahren unter seinen Vorgängern, bei denen es mit meinen Beiträgen meist nur zwei Schritte vor- und dann wieder drei Schritte rückwärts ging, habe ich wieder Output und das Gefühl, etwas zum Ganzen beizutragen. „Viel zu tun.“ weiterlesen

Die Welt schön lächeln.

Du kennst das wahrscheinlich auch: Auf dem Weg zur Arbeit begegne ich mehr oder weniger immer denselben Menschen. Ich gehe mit ihnen, oder sie kommen mir entgegen. Der Singh, der meist verlegen auf den Boden und dann kurz vor dem aneinander Vorbeigehen mir in die Augen schaut, der Typ, der eigentlich am Liebsten auch im Gehen in seinen Laptop hacken würde, die Frau, die mich von weitem mustert, im Auge behält, um dann zwei Meter vor dem Grüssen entweder gähnt oder auf den Boden starrt. „Die Welt schön lächeln.“ weiterlesen

Hochkonjunktief.

Ach Gottchen – so es dich denn gibt – gib mir evidence based ein Zeichen, ein Proof deiner Existenz! Am besten, indem du das Funknetz mit einem Wink deines Zaunpfahls lahmlegst, auf dass die Schnorrer im Zug und andernorts erst verzweifeln, dann verstummen, ihre Projects verpuffen und sie auf ihre wahren Skills zurückgeworfen werden. „Hochkonjunktief.“ weiterlesen

Ich sehe die Welt.

Eine Gestalt im Vorbeiflug.

Ich benutze die öV. Streckenunterbruch zwischen Rotkreuz und Luzern. Ich fahre also von Zürich über Aarau und Olten nach Luzern. Ich gewinne damit eine Dreiviertelstunde mehr Zeit, um über das Mögliche nachzudenken. Zum Beispiel über Beziehungen. Und: Ich sehe die Welt. Industriezonen mit Wellblechhallen, gestapelten Betonelementen, abgewrackten Kränen und Autos, sehe kultivierte Landstriche und die Schneeberge. Licht und Dunkel wechseln sich ab, und dann und wann reisst auch der Mobilfunk-Empfang ab. Eine von zehn Personen ist nicht mit ihrem Handy beschäftigt – eine Anomalie in meiner Matrix. „Ich sehe die Welt.“ weiterlesen