Die Lösung ist das Problem.

Ich habe viele gute Ratschläge bekommen, seit meiner ersten Diagnose. Immer mit dem Hinweis, ich müsse selber wissen, was für mich gut sei. Wohl wissend, dass ich ein Sturkopf bin. Wobei: Ich bevorzuge bezeichnenderweise «eigensinnig» und «eigenwillig». Und bedanke mich artig, sowohl für die Ratschläge als auch für das Verständnis. „Die Lösung ist das Problem.“ weiterlesen

Back in business. Ach.

Ich kann nicht sagen, ich hätte sie vermisst. Aber jetzt, nach zwei Monaten Rekonvaleszent zuhause, wo ich sie wieder sehe, freuen sie mich schon: die Menschen, die in ihre Mobiles starren und sich dabei eine Halsstarrigkeit zuziehen, für zwei Bahnstationen den Laptop aufklappen, sich über die dämlichen Lehrer und deren noch blödere Aufgabenstellungen aufregen, sich auf High-Heels in den Strassenbahn-Schienen verheddern oder morgens im Zug endlos an ihren Krawatten nesteln. Einer fummelte heute früh solange, dass ich mich bemüssigt fühlte, ihm life ein «Like» zu signalisieren und mit gehobenem Daumen bemerkte: «Sie sitzt tadellos.» „Back in business. Ach.“ weiterlesen

Artwalk Bremgarten: Alles im Rahmen

Nun bin ich doch noch dazu gekommen, mit der Planung meiner Ausstellung im Rahmen des Artwalk 2017 im Bremgarten zu beginnen. Nach all dem kranken Stuff, dem verlorenen Faden, den blödsinnigen Zweifeln (die noch nicht ganz ausgeräumt sind) und dem wochenlangen Stubenhocken. „Artwalk Bremgarten: Alles im Rahmen“ weiterlesen

Skandal aufgedeckt: Feuer unter dem Schweizer Dach

Wie wichtig investigativer Journalismus ist, zeigt der neuste Skandal: Eben ist ans Licht gekommen, dass der grösste Schweizer Grossverteiler, der Migros Eidgenossenschaftsbund offenbar bei der Beschaffung von Streichhölzern auf Lieferanten in Schweden zurückgreifen musste.
Ob es sich hier und so kurz vor dem 1. August, dem Nationalfeuerwerk, um einen ständigen Engpass oder nur um eine temporäre Versorgungslücke bei inländischen Erzeugnissen handelt, konnte bis zur Stunde „Skandal aufgedeckt: Feuer unter dem Schweizer Dach“ weiterlesen

Was ich unglaublich gerne täte.

Die Semesterarbeit meiner Tochter hat mich an etwas erinnert, was ich eigentlich schon immer wollte:

Ich würde gerne Menschen, jung und alt, auf die Sprünge helfen.

Sie müht sich an einer an sich guten Idee ab, weiss zum Teil technisch und zum Teil ideell nicht weiter und plant zu wenig voraus. Als Aussenstehender habe ich die Distanz (bei little Dotterli eher weniger), aber eben auch die Erfahrung und die zuversichtlichen Worte, die es braucht, damit sie so etwas umsetzen kann. „Was ich unglaublich gerne täte.“ weiterlesen

Was es braucht?

Ich gehe weite Wege. Hauptsächlich in Gedanken. Die Tatsache einer angepissten Blase engt den Bewegungsradius in der «Wirklichkeit» deutlich ein. Und der Weg zu einer sinnvollen, weil sich gut anfühlenden Antwort auf die Frage «Was brauche ich?» führt zur Zeit leider nur über das indirekte «Was ich nicht mehr brauche», welches sich von Situation zu Situation jeweils blitzartig einstellt. So soll es denn sein: nach dem Ausschlussverfahren … „Was es braucht?“ weiterlesen

Gute Neuigkeiten: Die Invasion bleibt ein Restrisiko.

«Dysplasiefreies Urothel und tumorfreie Anteile der muskulären Harnblasenwand …» und «… welche in erster Linie reaktiv zu werten sind. Somit kein sicherer Nachweis eines Resttumors oder einer Invasion.»
Hättest Du ’s gemerkt? So klingen GOOD NEWS aus der Pathologie, wahrscheinlich vorher mit einem Juristen abgesprochen. Glücklicherweise hat der Arzt meines Vertrauens mir das Resultat dieser Gewebeuntersuchung als Erfolgsmeldung präsentiert. Sonst hätte ich mir auch noch eine Ansammlung von Fragezeichen entfernen lassen müssen. „Gute Neuigkeiten: Die Invasion bleibt ein Restrisiko.“ weiterlesen

Von der Statistik zu den Statisten

Bei «Statisten»: Komposition Udo/Stefan, Text Stefan, Lead-Voc Udo.

Und als kleiner Trost oder Lösungsansatz: «Müllers Q»

Leistungsgesellschaft?

Vielleicht sollte ich etwas zu meinem letzten Beitrag «Ausser Betrieb» und den Gedanken zum gesellschaftlichen Nützling/Schädling nachtragen: Ich bin nur zur Hälfte ein klassisches Kind der Arbeiterklasse. Mein Grossvater mütterlicherseits war Fabrikarbeiter und als solcher – wie ich erst vor zwei, drei Jahren erfahren habe – eingefleischter Sozialdemokrat mit Parteibüchlein und allem. In der Familie meines Vaters waren fast alle Musiker und er als einziger Nicht-Musiker im Prinzip das schwarze Schaf. „Leistungsgesellschaft?“ weiterlesen

Ausser Betrieb

Seit 38 Jahren nütze ich unserer Wirtschaft (und selbstverständlich auch meiner eigenen Brieftasche) mit meiner Arbeitskraft. Dieses Jahr ist das nicht so. Im Gegenteil: ich bin ein Ausfall, wenn auch nicht total. Aber es fühlt sich äusserst unangenehm an. Zwar denkt mein Kopf: das ist auch mal ok. Du hast es dir verdient. Mein Herz kann das aber nicht nachfühlen. Es fühlt sich so unnütz wie eine einzelne Socke. „Ausser Betrieb“ weiterlesen