Wie wichtig investigativer Journalismus ist, zeigt der neuste Skandal: Eben ist ans Licht gekommen, dass der grösste Schweizer Grossverteiler, der Migros Eidgenossenschaftsbund offenbar bei der Beschaffung von Streichhölzern auf Lieferanten in Schweden zurückgreifen musste.
Ob es sich hier und so kurz vor dem 1. August, dem Nationalfeuerwerk, um einen ständigen Engpass oder nur um eine temporäre Versorgungslücke bei inländischen Erzeugnissen handelt, konnte bis zur Stunde „Skandal aufgedeckt: Feuer unter dem Schweizer Dach“ weiterlesen
Kategorie: Beiträge
Was ich unglaublich gerne täte.
Die Semesterarbeit meiner Tochter hat mich an etwas erinnert, was ich eigentlich schon immer wollte:
Ich würde gerne Menschen, jung und alt, auf die Sprünge helfen.
Sie müht sich an einer an sich guten Idee ab, weiss zum Teil technisch und zum Teil ideell nicht weiter und plant zu wenig voraus. Als Aussenstehender habe ich die Distanz (bei little Dotterli eher weniger), aber eben auch die Erfahrung und die zuversichtlichen Worte, die es braucht, damit sie so etwas umsetzen kann. „Was ich unglaublich gerne täte.“ weiterlesen
Was es braucht?
Ich gehe weite Wege. Hauptsächlich in Gedanken. Die Tatsache einer angepissten Blase engt den Bewegungsradius in der «Wirklichkeit» deutlich ein. Und der Weg zu einer sinnvollen, weil sich gut anfühlenden Antwort auf die Frage «Was brauche ich?» führt zur Zeit leider nur über das indirekte «Was ich nicht mehr brauche», welches sich von Situation zu Situation jeweils blitzartig einstellt. So soll es denn sein: nach dem Ausschlussverfahren … „Was es braucht?“ weiterlesen
Gute Neuigkeiten: Die Invasion bleibt ein Restrisiko.
«Dysplasiefreies Urothel und tumorfreie Anteile der muskulären Harnblasenwand …» und «… welche in erster Linie reaktiv zu werten sind. Somit kein sicherer Nachweis eines Resttumors oder einer Invasion.»
Hättest Du ’s gemerkt? So klingen GOOD NEWS aus der Pathologie, wahrscheinlich vorher mit einem Juristen abgesprochen. Glücklicherweise hat der Arzt meines Vertrauens mir das Resultat dieser Gewebeuntersuchung als Erfolgsmeldung präsentiert. Sonst hätte ich mir auch noch eine Ansammlung von Fragezeichen entfernen lassen müssen. „Gute Neuigkeiten: Die Invasion bleibt ein Restrisiko.“ weiterlesen
Von der Statistik zu den Statisten
Leistungsgesellschaft?
Vielleicht sollte ich etwas zu meinem letzten Beitrag «Ausser Betrieb» und den Gedanken zum gesellschaftlichen Nützling/Schädling nachtragen: Ich bin nur zur Hälfte ein klassisches Kind der Arbeiterklasse. Mein Grossvater mütterlicherseits war Fabrikarbeiter und als solcher – wie ich erst vor zwei, drei Jahren erfahren habe – eingefleischter Sozialdemokrat mit Parteibüchlein und allem. In der Familie meines Vaters waren fast alle Musiker und er als einziger Nicht-Musiker im Prinzip das schwarze Schaf. „Leistungsgesellschaft?“ weiterlesen
Ausser Betrieb
Seit 38 Jahren nütze ich unserer Wirtschaft (und selbstverständlich auch meiner eigenen Brieftasche) mit meiner Arbeitskraft. Dieses Jahr ist das nicht so. Im Gegenteil: ich bin ein Ausfall, wenn auch nicht total. Aber es fühlt sich äusserst unangenehm an. Zwar denkt mein Kopf: das ist auch mal ok. Du hast es dir verdient. Mein Herz kann das aber nicht nachfühlen. Es fühlt sich so unnütz wie eine einzelne Socke. „Ausser Betrieb“ weiterlesen
Immer diese Bettgeschichten
Der Termin meines fünften Spital-Aufenthaltes in diesem Jahr rückt immer näher. Ein Gedanke nach dem anderen schiebt sich an meinem geistigen Auge vorbei. Etwa die Hälfte der Sätze beginnt mit «Was, wenn …?». Und es ist nicht einer schöner als der andere.
Vom letzten Eingriff konnte ich mich noch nicht ganz erholen. Die Nachfrage beim Arzt hat ergeben, dass es keine Blasenentzündung ist, die mich plagt. «Sie haben nur die Symptome einer Blasenentzündung.» Das ist etwa so, wie wenn dir dein Banker sagt, du seist nicht pleite, du hättest bloss kein Geld auf dem Konto. „Immer diese Bettgeschichten“ weiterlesen
Als wären 300 Kultur-Millionen zu viel des Guten
Die Diskussion, welche das neue Kulturpapier der SP Kanton Zürich ausgelöst hat, erstaunt mich als Mitverfasser über die Massen. Bedauerlich ist, dass Politik und Medien lediglich eine Forderung, nämlich jene nach den 2 % oder ca. 300 Mio. Franken des Staatshaushaltes, aufnehmen. Und dumm sind Kommentare wie jener von Kultur-Redaktor Tobler (Tages-Anteiger), der findet, mehr sei nicht unbedingt besser. Hier entblösst sich der kulturelle Tunnelblick in seiner peinlichen Gänze. „Als wären 300 Kultur-Millionen zu viel des Guten“ weiterlesen
Kultur, die Summe unseres Seins
Das klingt vermessener, als es ist. Als käme jetzt eine verklärte Hymne auf Opernhäuser und andere Inszenierungen. Aber nein. Ich sehe das ganz grundsätzlich, ganz pragmatisch: Es gehört zu unserer Kultur, dass viele von uns am Sonntagmorgen zur Kirche gehen und am Nachmittag in den Schützenverein. „Kultur, die Summe unseres Seins“ weiterlesen